• Transparenz

Menschenrechte

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Wir verpflichten uns, die Menschenrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu achten und zu fördern und transparent über die Ergebnisse unserer Aktivitäten zu berichten. Im Folgenden erfahren Sie mehr über unsere Verpflichtungen.

Die Menschenrechte  sind die Grundlage für ein menschenwürdiges Leben.


Als Gründungsmitglied des UN Global Compact bekennt sich Bayer zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte sowie zum Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen. Wir unterstützen ferner die „Dreigliedrige Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und deren Kernarbeitsnormen. Unser Ansatz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht basiert auf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen.
 

Die Umsetzung der menschenrechtsbasierten Sorgfaltspflicht ist ein kontinuierlicher Prozess, der  regelmäßig angepasst und verbessert werden muss. Neben der Identifizierung, Bewertung und Adressierung potenzieller und tatsächlicher Menschenrechtsrisiken und -verletzungen wollen wir einen positiven Beitrag für die Förderung der Menschenrechte leisten. Die entsprechenden Bestrebungen  haben wir in unserer Menschenrechtsstrategie verankert.
 

Durch unsere ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele leistet Bayer einen wichtigen Beitrag zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens und übt damit einen positiven Einfluss auf die Menschenrechte aus. Hierzu trägt nicht nur die Reduzierung unseres ökologischen Fußabdruck bei sondern vor allem auch, dass wir vielen Menschen gerade in unterversorgten Regionen einen breiteren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Ernährung ermöglichen.


Die Anforderungen an unser eigenes Unternehmen haben wir durch unsere Menschenrechtsposition definiert. Sie verpflichtet uns, die Menschenrechte im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit und in unseren Geschäftsbeziehungen zu achten und zu fördern. Dies gilt für alle Bayer-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter weltweit schließt darüber hinaus aber auch die gesamte Wertschöpfungskette mit ein. Sie gelten damit folglich auch für unsere Lieferanten, Geschäftspartner, Kunden, Verbraucher und lokale Gemeinschaften. 

Unsere Menschenrechts-Governance

Der Vorstandsvorsitzende ist bei Bayer für Nachhaltigkeit und Menschenrechte verantwortlich. In seiner Rolle als Chief Sustainability Officer wird er im Bereich Menschenrechte von der Enabling Function Public Affairs, Sustainability & Safety unterstützt. 
 

Im Oktober 2022 hat der Vorstand die Position eines Human Rights Officer eingeführt, der das Risikomanagement zum Thema Menschenrechte überwacht und den Vorstand über die laufenden Arbeiten informiert.
 

Anfang 2023 sind mit Dante Pesce und Agnes Binagwaho zwei Experten im Bereich „Menschenrechte“ und „gerechte Gesundheit“ in den Bayer-Nachhaltigkeitsrat eingetreten, der den Vorstand der Bayer AG und andere Funktionen im Unternehmen in allen Nachhaltigkeitsbelangen berät. Mit den neuen Mitgliedern stärken wir unser Engagement für Menschenrechte nun auch in der Zusammensetzung des Nachhaltigkeitsrats.
 

„Die Anerkennung und das Management von Risiken für die Menschenrechte sind wichtige Voraussetzungen für das Vertrauen in ein Unternehmen und von grundlegender Bedeutung für seine Nachhaltigkeitsbemühungen. Geleitet von anerkannten internationalen Standards wie den OECD-Leitlinien für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht und den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte sowie durch ein klares Bekenntnis der obersten Führungsebene kann die Transformation eines Unternehmens wie Bayer gelingen. Mit seiner enormen Reichweite und seiner wissenschaftlichen Kapazität ist Bayer ein perfekter Fall, um ein globaler Akteur bei der Suche nach Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu werden. Ich freue mich, an diesem Prozess beteiligt zu sein", betonte Dante Pesce.

Wir berichten in Bezug auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lieferanten, Kundinnen und Kunden, Verbraucherinnen und Verbraucher und lokalen Gemeinschaften ausführlich über unsere Maßnahmen zur Achtung der Menschenrechte
 

Die Achtung der Menschenrechte ist übergreifend und umfasst bei Bayer weitreichende Verantwortungsbereiche und Prozesse. Wie wir unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen, berichten wir ausführlich in den entsprechenden Kapiteln unseres Nachhaltigkeitsberichts und in den folgenden Abschnitten.

Herausforderungen in der Saatgut-Lieferkette

Das Risiko von Menschenrechtsverletzungen stellt für Bayer in der Saatgut-Lieferkette eine besondere Herausforderung dar. Im Jahr 2023 haben wir uns weiterhin eingehend mit den Menschenrechtsrisiken entlang unserer Saatgut-Lieferkette weltweit befasst und unsere Maßnahmen  zur Vermeidung und Mitigation dieser Risiken fortgeführt.

Herausforderungen bei der Gewinnung von Rohstoffen

Die Risiken von Menschenrechtsverletzungen sind oft mit dem Abbau von Rohstoffen verbunden, da die Beschaffung von Mineralien aus instabilen Regionen der Welt zur Finanzierung von Konflikten und zur Verletzung von Menschenrechten beitragen kann. Wir setzen uns dafür ein, dass sogenannte Konfliktmaterialien verantwortungsvoll beschafft werden.
 

So wurden zusätzliche Überprüfungsprozesse eingerichtet, um weitere internationale Vorschriften zu erfüllen, wie z. B. die Forderung an Unternehmen, die Herkunft bestimmter Rohstoffe offenzulegen. Die expliziten Erwartungen an unsere Lieferanten sind in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten festgehalten. Lieferanten, die diese Anforderungen nicht erfüllen, werden umgehend darauf hingewiesen, dass diese Standards einzuhalten sind und geeignete Maßnahmen eingeleitet werden müssen. 
 

Das Netto-Null-Abholzungsziel von Bayer sowie die Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte entlang der Wertschöpfungskette beinhalten auch das Ziel, nachhaltiges Palm(kern)öl und nachhaltige Sojaderivate zu beziehen. Bayer setzt auf nachhaltige Wertschöpfungsketten mit den Schwerpunkten nachhaltige Produktion, Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Zertifizierung. Unsere Aktivitäten orientieren sich an den Elementen des Accountability Framework. Wir arbeiten mit unseren Partnern und Lieferanten zusammen, um unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu verringern und soziale und ethische Standards zu setzen.
 

Weitere Einzelheiten zu den Programmen für Konfliktmineralien sowie für nachhaltiges Palmöl, nachhaltiges Soja und andere pflanzliche Materialien finden Sie hier.


Zum Thema Menschenrechte stehen wir im Dialog mit externen Stakeholdern und beteiligen uns aktiv an Gremien und Initiativen, die sich für die Achtung von Menschenrechten einsetzen.